Iven Devey

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│Colors of Blind│
Art/Rasse :
Ich denke doch, dass ich ein Mensch bin, wenn auch kein allzu toller oder besonderer...

Alter :
Ich bin mittlerweile 16 Jahre alt, noch nicht viel, ich weis... ist das denn wichtig?

Geschlecht :
Stimmt schon, ich sehe nicht allzu "männlich" aus.. ein Junge bin ich natürlich trotzdem...

http://togameru-kage.forumieren.com/t572-iven-devey
Do 24 Apr - 16:26


Iven Devey

the colors of blind
you don't need your eyes to see the light


Allgemeines

#__Vor- & Nachname
Sein voller Name lautet Iven Alexander Devey. Den Zweitname Alexander erhielt er hierbei in Anlehnung an den Namen seines Vaters:  Charles Alexander Devey. Gerufen wird er jedoch ausschließlich bei seinem ersten Namen – Iven – den seine Mutter für ihn auswählte. Iven selbst mag seinen Namen sehr. Fragt man ihn danach, so sagt er, er schätze den angenehmen Klang.
#__Alter & Geburtsdatum
Iven wurde an einem sonnigen 26. Februar geboren. Sein Sterzeichen ist demnach Fische. Informiert man sich weiter darüber, so wird man feststellen, dass die zugeschriebenen Eigenschaften dieses Sternzeichens tatsächlich weitestgehend auf den Jungen zutreffen. Seinen Geburtstag erlebte er bereits 16 Jahre in Folge. Auch wenn man nicht gerade behaupten kann, er hätte diesen jedes Jahr gefeiert.
#__Sexualität & Beziehung
Ein Thema, mit dem Iven bisher nicht allzu viel anfangen kann. Den Großteil seiner Jugend hat der Junge in Krankenhäusern verbracht. Und war er nicht gerade in medizinischer Behandlung, so wurde er in Pflegefamilien und Heimen „abgestellt“, wo er möglichst wenig störte. Selbstverständlich hatte er auf diese Weise keine Möglichkeit, irgend welche Erfahrungen in der Liebe zu sammeln. Allzu verwunderlich scheint dies aber nicht, geht er doch selbst fest davon aus, dass sich ohnehin niemand für jemanden wie ihn interessieren würde. Wer will schon einen kranken, blinden Jungen an seiner Seite? Unvorstellbar.
#__Artzugehörigkeit
Soweit der Junge das beurteilen kann ist er ein Mensch. Vielleicht nicht der schönste, der stärkste oder der tollste – aber allemal menschlich und gewiss kein Alien. Zumindest wüsste er nichts davon und es gab bisher auch keine Anzeichen, die gegen diese Theorie sprechen würden. Aber wer weis, was nicht noch so alles passieren könnte? Immerhin weis Gott allein, was die Zukunft bringt.
#__Sprachen
Da Iven in England geboren wurde und dort aufwuchs ist Englisch seine Muttersprache. Und obwohl er sich bereits seit 6 Jahren in Japan aufhält, spricht er mit dem Professor hauptsächlich Englisch, weshalb seine Sprachkenntnisse in keinster Weise gelitten haben. Japanisch spricht er längst fließend, wenn auch mit einem leichten englischen Akzent. Außerdem beherrscht er Französisch sowie Deutsch verhältnismäßig gut und ist durchaus in der Lage, sich zu verständigen. Vor einer Weile begann er damit, Spanisch zu lernen, unterbrach seine Übungen aber nach dem Umzug auf das Internat, um mehr Zeit zu haben, sich dort einzuleben. Seine Lateinkenntnisse bewegen sich etwa auf gutem Schulniveau.  
#__Inventar
Selbstverständlich gibt es auch für Iven ein paar Dinge, die er immer bei sich trägt. Als erstes ist da sein Geldbeutel mit allem, was man in der Regel eben in einem solchen findet. Dann trägt er natürlich sein Zimmerschlüssel immer bei sich, ohne den er sicher recht bald Schwierigkeiten bekommen würde – spätestens, wenn er abends sein Zimmer aufsuchen möchte.
Wie die meisten Menschen besitzt auch er ein Handy, wenn auch kein allzu modernes. Es ist noch eines der Modelle ohne viel Schnickschnack, dafür aber mit großen Tasten, die Iven trotz seiner Blindheit alleine durch ertasten bedienen kann. Oft hat er seinen MP3-Player – ebenfalls kein allzu modernes Modell, das jedoch einwandfrei seinen Zweck erfüllt – bei sich, um in ruhigen Momenten Musik hören zu können.
Außerdem gehören zu Ivens Inventar zu jeder Zeit ein Inhalator und einige im Ernstfall lebensrettende Medikamente, die er für den Notfall immer bei sich haben muss. Und zum Schluss sind da natürlich auch noch ein paar Hundeleckerli für Aiden in der Hosentasche versteckt.
Vom Professor bekam Iven letztes Jahr seine erste eigene Violine geschenkt, die ihn dabei unterstützen sollte, sein volles Potential zu entfalten. Da es sich bei dieser aber um ein äußerst hochwertiges und sehr teures Modell handelt, trägt er sie natürlich nicht einfach mit sich herum. Sicher verwahrt und verschlossen bewahrt er diese in seinem Zimmer auf.


Äußeres

#__Größe & Gewicht
Nach der letzten Messung müsste Iven aktuell 167 Zentimeter groß sein. Für japanische Verhältnisse scheint dies ein recht guter Durchschnitt zu sein, bedenkt man allerdings seine Herkunft und bezieht diese mit ein, so liegt seine Größe wohl doch noch ein wenig darunter. Tatsächlich wirkt er durch seinen schmächtigen Körper sogar noch ein wenig kleiner. Sein Gewicht bewegt sich in der Regel zwischen 45 und 46 Kilogramm. Ohne Frage ist er damit bereits deutlich untergewichtig. Aber wen wundert es, ist er doch ohnehin nur Haut und Knochen. Etwas, das wohl mit seiner sehr angeschlagenen Gesundheit zusammenhängt.
#__Aussehen
Das Erste, was man sieht, wenn Iven einem gegenüber steht, ist ein wahnsinnig schmächtiger Junge der schon auf den ersten Blick recht schwach und kränklich wirkt. Eine Einschätzung, die in diesem Fall absolut zutrifft. Mit seinen 167 Zentimetern ist er für einen Jungen seines Alters nicht gerade groß. Der Körper ist hager und ausgezehrt von der Krankheit, gegen die er ankämpfen muss, mit gerade einmal 46 Kilogramm deutlich untergewichtig, fast nur Haut und Knochen. Man sieht ihm sofort an, dass er – schwach und krank – nicht in der Lage ist, irgendwelche körperlichen Leistungen zu erbringen. Sport ist undenkbar, denn jede Anstrengung könnte einen Anfall auslösen und seiner Gesundheit noch weiter schaden.
Die Haut ist blass, fast weiß. Nur selten sieht man einen leichten rosigen Schimmer auf den Wangen, meist dann, wenn Iven wieder einmal Fieber hat. Die Gesichtszüge sind schmal und zierlich, fast noch ein wenig kindlich. Auch seine Hände sind verhältnismäßig schmal, mit langen dürren Fingern. Zerbrechlich wirkt alles an ihm, von Kopf bis Fuß. Als könnte man ihn einfach so kaputtmachen, ganz aus Versehen, wenn man ihn unbedacht zu grob berührt.
Sein Haar wurde offensichtlich schon länger nicht mehr geschnitten. Etwas zerzaust hängt es bis zu den Schultern herunter, wirkt zottelig und fransig. Trotzdem sieht man, dass es keinesfalls ungepflegt ist, achtet er doch sehr darauf, es möglichst täglich zu waschen. Da, wo Farbe sein sollte, erkennt man nur etwas, das wohl einmal hellbraun oder blond war, jetzt aber deutlich grau geworden ist. Sonderlich kräftig ist Ivens Haar nicht, und auch den üblichen Glanz, den man sonst erwartet, sucht man vergebens. Natürlich. Woher sollte dieser angeschlagene Körper auch die Kraft dafür nehmen, gesundes Haar hervorzubringen, wo er doch selbst von Krankheit gezeichnet ist?
Trübe, graue Augen blicken einem entgegen – und durch einen hindurch, ohne Ziel. Da ist kein Strahlen mehr, kein Funkeln... nur noch Leere. Vor langer Zeit erblindet können sie das Licht der Welt nicht mehr sehen, werden dies auch niemals wieder. Iven ist gefangen in völliger Dunkelheit. Doch etwas ist da, etwas hoffnungsvolles. Nicht viel, nur ein zartes, schüchternes Lächeln, das sich nicht so recht hervor trauen will, als hätte es Angst vor der Welt. Und trotzdem. Dieses sanfte Lächeln, so voller Wärme, dass man sich nur allzu gerne davon verzaubern lässt. Und sein zwar leises aber doch unheimlich herzliches Lachen, lässt einen zumindest für einen kurzen Moment all sein Unglück vergessen.
#__Haare
Bis knapp zu seinen Schultern reichen die fransigen Harre, die immer ein wenig zerzaust wirken, wenn auch niemals ungepflegt. Einen Friseur hat Ivens Wuschelkopf aber wohl auch schon etwas länger nicht mehr gesehen. Früher waren sie von kräftiger, glänzender Farbe, die sich irgendwo zwischen hellbraun und goldblond bewegte. Heute sind sie stumpf und fahl, die leuchtende Farbe zu einem matten grau-blond verblasst. Selbst hier erkennt man deutlich die Spuren schwerer Krankheit.
#__Augen
Seine Augen strahlten vor dem Unfall noch in einem farbenfrohen Kunterbunt aus blau und grün. Frech funkelten sie jedem entgegen, immer auf der Suche nach dem nächsten Schabernack, den man anstellen konnte. Seit dem Unglück und den Operationen ist nichts mehr davon zu sehen. Nur noch zwei Teiche die - trüb und grau geworden - irgendwo ins Leere starren. Iven ist blind und seine Augen haben jedes Licht verloren. Von dem früheren Funkeln kann man kaum noch etwas erahnen.
#__Kleidungsstil
Nun, sonderlich viel kann man zum Kleidungsstil des Jungen nicht sagen. Im Allgemeinen schlicht und unauffällig, Jeans, T-Shirts, Pullover, nichts, was nennenswert besonders wäre. Wozu auch? Iven kann sich selbst nicht im Spiegel sehen und es gibt auch niemanden sonst, für den er sich besonders herausputzen müsste. Möglichst einfach und gepflegt, das ist alles.
#__Gesundheit
Ivens Gesundheit scheint eine endlose Baustelle zu sein. In seinen Kindertagen war er ein putzmunterer kleiner Junge, der - bis auf leichtes Asthma, das ihn aber nie nennenswert beeinträchtigte - keine Krankheiten zu beklagen hatte.  Doch der schicksalhafte Unfall nahm ihm alles. Besonders ist wohl in erster Linie die Tatsache, dass Iven blind ist. Ein Umstand, der nicht wirklich zu übersehen ist und einem mit als erstes auffallen dürfte, wenn man ihn kennen lernt. Er sieht keine Farben mehr, keine Formen, keine Schatten. Für ihn gibt es nur noch undurchdringliche Schwärze. Aber das ist längst nicht das einzige gesundheitliche Problem, mit dem sich der Junge herumschlagen muss. Vor einigen Jahren wäre er beinahe an den Folgen eines schweren Autounglücks gestorben - und das hat deutliche Spuren an seinem Körper und seiner Seele hinterlassen. Noch dazu wurde er während seines langwierigen Krankenhausaufenthaltes schwer krank, da sein geschwächter Körper nicht in der Lage war, sich gegen die Angriffe verschiedener Viren und Keime zu wehren. Die daraus resultierenden Folgen quälen ihn bis heute und werden ihn wohl den Rest seines Lebens verfolgen und beeinträchtigen.
Zu einer allgemeinen Immunschwäche kommt hinzu, dass Ivens Lungen schwere, irreparable Schäden davon getragen haben. Ein Teil seines Lungengewebes ist abgestorben und er leidet an einer Form der sogenannten "Lungenfibrose", deren Ursache vermutlich eine schwere Vergiftung durch die Unmengen giftigen Rauches ist, den er während des Unfalls einatmete. Das bedeutet, dass seine Lungen nach und nach vernarben und versteifen, wodurch sie weniger Sauerstoff aufnehmen können. Ein stetig fortschreitender Prozess, der durch Medikamente nur verlangsamt wird. Eine Lungentransplantation könnte ihm helfen, doch das Risiko eines Fehlschlags ist sehr hoch. Der größte Risikofaktor ist hierbei wohl seine Herzschwäche, die Folge einer sehr schweren, virusbedingten Herzmuskelentzündung ist, die er während seines Krankenhausaufenthaltes erlitt. Diese hätte ihn bereits einmal beinahe getötet, als plötzlich sein Herz stehen blieb und er ein zweites Mal ins Koma fiel. Die Ärzte hatten die Entzündung viel zu spät erkannt, Spätfolgen waren nicht mehr zu vermeiden.
All das hat zur Folge, dass Ivens kompletter Körper sehr schwach und kaum noch leistungsfähig ist. Er ist sehr schnell erschöpft und das Atmen fällt ihm oft schwer, starke Hustenanfälle liegen beinahe an der Tagesordnung. Außerdem hat er immer wieder Kreislaufbeschwerden oder erleidet Schwächeanfälle. Auf Anstrengung oder Stress reagiert sein Körper sofort mit hohem Fieber und jeder Infekt, jede noch so kleine Grippe, die kursiert, hat bei seinem geschwächten Immunsystem leichtes Spiel. Sicher ist, dass der Junge niemals wieder gesund werden wird, denn seine Krankheiten sind nicht heilbar. Nur eine Vielzahl verschiedener Medikamente, die er Tag für Tag einnehmen muss, ermöglichen ihm ein einigermaßen normales Leben - sofern man mit all den Beeinträchtigungen noch von "normal" sprechen wird. Und auch seine Lebenserwartung ist voraussichtlich stark verkürzt. Iven wird früh sterben, das weis er, doch damit hat er sich – in stummer Resignation – bereits abgefunden.
#__Merkmale
Iven gehört vermutlich zu den Menschen, die sich – trotz seinem eher stillen, unauffälligen Auftreten –  mehr als ausreichend von der Masse hervorheben, um nicht so schnell wieder vergessen zu werden. Leider ist das in seinem Fall nicht allzu viel Positives. Als erstes fällt natürlich sein sehr schwächlicher, ausgezehrter Körper ins Auge. Das matte, gräuliche Haar und die trüben, blinden Augen. Aber auch einige weniger auffällige Merkmale machen ihn unverwechselbar. Viele Narben, groß und klein, bedecken seinen Körper. Einige sind von dem Unfall und den dadurch erlittenen Verletzungen selbst, andere sind Überbleibsel der vielen Operationen, die darauf folgten. Etwas schönes gibt es allerdings doch: Versteckt unter seiner Kleidung trägt der Junge eine dünne silberne Kette um den Hals, die er niemals ablegt. Sie war ein Geschenk seiner Mutter und ist für ihn eine wichtige Erinnerung.


Charakter

#__Stärken & Schwächen
sehr verständnisvoll │ tolerant │ hilfsbereit │ einfühlsam │ sanftmütig & friedlich │ gutherzig │ sehr intelligent bzw. hochbegabt │ musikalisches Genie │ zuverlässig │ absolutes Gehör │ fleißig │ geduldig │ rücksichtsvoll │

Sehr unsicher │ Blindheit │ körperliche Schwäche │ Selbstzweifell & Minderwertigkeitsgefühle │ manchmal Angstzustände │ sensibel & verletzlich │ manipulier- & beeinflussbar │ psychisch labil │ sehr schüchtern │ kann nur schwer auf andere zugehen │ ängstlicch & leicht einzuschüchtern │ ein wenig tollpatschig │
#__Vorlieben & Abneigungen
Sonne, Wind & Wasser auf der Haut │ Musik – seine große Leidenschaft │ Süßigkeiten │ ausgedehnte Spaziergänge mit Aiden │ Freunde an seiner Seite zu haben │ sein Hund „Aiden“ │ Freundliche, rücksichtsvolle Menschen │ Natur & Tiere allgemein │

absolute Stille │ von Aiden getrennt zu sein │ überfüllte Orte & große Menschenmengen │ Feuer – er hat panische Angst davor │ Gewitter │ die ständige Dunkelheit, in der er lebt │ Krankenhäuser │ jemanden leiden zu „sehen“ │
#__Charakter
Iven ist ein sehr sanfter Junge, der durch einen schweren Schicksalsschlag nach dem anderen deutlich gezeichnet wurde. Von dem fröhlichen, frechen Kind, das immer lachte und Tag um Tag sorglos auf der Suche nach neuen Abenteuern war, ist heute nicht mehr viel übrig. Das Leben hat ihn zu einem stillen, zurückhaltenden Menschen werden lassen. Nicht nur sein Körper muss mit Krankheit und Schwäche kämpfen, auch sein Herz ist verletzt. Zeit mag vielleicht frische Wunden heilen, nicht aber die Narben, die bleiben. Vorsichtig und ängstlich steht er der Zukunft gegenüber, denn niemand kann sagen, wie viele schlimme Dinge dort noch warten.
Ohne Frage besitzt der blinde Junge ein Herz aus Gold. Sein gutmütiges, friedliches Wesen zeichnet ihn wohl mehr aus als alles andere. Freundlich tritt er jedem gegenüber, niemals unhöflich oder gar aggressiv. Andere Jungen seines Alters geraten hier und da in Schlägereien, für ihn selbst ist so etwas undenkbar. Nicht nur aufgrund seiner körperlichen Schwäche, sondern einfach, weil er ein Pazifist ist, der Gewalt verabscheut. Kaum jemand hat jemals erlebt, dass Iven zornig oder laut wurde. Leise und unauffällig hält er sich im Hintergrund um niemandem Probleme zu bereiten.
Einfühlsam und gutherzig, wie er ist, kann er es nicht ertragen, andere unglücklich zu „sehen“, selbst wenn er nicht wirklich sehen kann. Sein unglaublich sensibles Gespür für die Gefühle anderer kommt vielleicht gerade daher, dass er blind ist. Viel aufmerksamer als andere achtet er auf sein Umfeld und die Menschen um sich herum. Wann immer er dazu in der Lage ist, versucht er, für andere da zu sein und ihnen zu helfen, so gut er eben kann. Und wenn das auch nur bedeutet, ihnen zuzuhören, ihre Sorgen anzuhören und ein wenig Trost zu spenden. Leider ist das oft alles, was er tun kann.
Seinen eigenen Kummer hingegen behält er für sich und teilt seine Sorgen mit niemandem. Alle Lasten versucht er ganz alleine auf seinen schwachen Schultern zu tragen, jedes Problem alleine zu bewältigen. Iven möchte einfach niemandem zur Last fallen. Nicht noch mehr, als er es durch seine Behinderung und seinen kränklichen Körper ohnehin schon tut. Dabei bräuchte der arme Junge so sehr jemanden, auf den er sich stützen kann, eine Schulter zum anlehnen und eine Hand die ihn hält, wenn ihm selbst die Kraft fehlt. Er leidet unter seinem Schicksal, mehr als man ahnen würde, trotzdem quält er sich ganz alleine.
Trotz seines liebevollen Wesens und all seiner Talente plagen ihn unheimliche Selbstzweifel. Andere würden ihn als hochbegabt bezeichnen, als Genie. Er ist unheimlich intelligent, hat keinerlei Schwierigkeiten damit, im Unterricht nur allerbeste Leistungen hervorzubringen. Und trotz seiner Behinderung vollbringt er Meisterstücke der Musik, gibt man ihm seine geliebten Instrumente an die Hand. Zuverlässig und fleißig erfüllt er jede Aufgabe und versucht immer nur sein allerbestes zu geben. Doch er selbst fühlt sich nutzlos, wertlos. Ein Mensch, der andere nur belastet, ihnen nur Sorgen und Kummer bereitet. Ein Gefühl, das ihn Stück für Stück zerfrisst. Iven besitzt keinerlei Selbstvertrauen mehr, ist unsicher und verletzlich.
Er liebt Tiere, liebt die Natur und liebt es ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen. Solange nur Aiden an seiner Seite ist, kann der Junge ein Stück Freiheit genießen, das ihm sonst verwehrt bliebe. Sein Hund bedeutet ihm alles, er ist nicht nur sein Augenlicht sondern auch sein bester Freund. Und fragt man Iven selbst, so sagt er, nur wenn Aiden nicht bei ihm sein kann, fühlt er sich wirklich... blind. Der große Hund ist sein Licht. Wenn er so mit ihm umher streifen kann, Sonne und Wind auf seiner Haut spüren kann, dann vergisst er sogar manchmal, dass er krank ist, und ist dann für einen kurzen Moment einfach nur glücklich. Eigentlich ist der Junge – ungeachtet seiner Behinderung, seiner Krankheit – ein sehr positiver Mensch, der gelernt hat, sich auch über die kleinen Dinge des Lebens zu freuen. Über die Dinge, die für andere vielleicht selbstverständlich sind.
Freunde hat Iven keine, er lebt eher zurückgezogen, als Einzelgänger. Nicht weil er kein Menschenfreund wäre, im Gegenteil. Iven liebt die Menschen und schätzt Gesellschaft sehr. Doch seine Ängste und seine Unsicherheit stehen ihm unheimlich im Weg. Er ist übermäßig schüchtern, weis einfach nicht, wie er auf andere zugehen und neue Kontakte knüpfen sollte, und ein einfaches, lockeres Gespräch zu führen, grenzt für ihn an Schwerstarbeit. Vielleicht traut er sich aber auch einfach nicht. Weil er fürchtet, verletzt zu werden. Oder aus der Sorge heraus, für alle anderen nur eine Last zu sein. Wer will schon etwas mit einem kränklichen, blinden Junge anfangen? - so denkt er. Aber in Wahrheit vereinsamt er unter diesem Denken. Er ist kein Mensch, der tatsächlich allein sein möchte.
Vielleicht schickte der Professor seinen Schützling gerade deshalb auf eine Akademie. In der Hoffnung, Iven würde lernen, seine Sorgen zu vergessen, und Freunde finden....
#__Ängste
Iven ist nicht nur körperlich sondern auch psychisch sehr labil und dementsprechend plagen ihn neben seinen Selbstzweifeln und Minderwertigkeitsgefühlen auch viele Ängste. Seine mit Abstand größte Angst ist wohl Feuer, das bei ihm regelrechte Panik auslösen kann. Der Geruch sowie die Geräusche von Feuer  verursachen eine Art Flashback seiner Erinnerungen und versetzen ihn zurück in eine Flammenhölle – seine einzige Erinnerung an den Unfall.
Des weiteren hat Iven große Angst vor Donnergrollen und Gewittern. Jeder Donnerschlag lässt ihn ängstlich zusammenzucken und häufig kann er nicht aufhören, ein wenig zu zittern, bis das Gewitter vorüber gezogen ist. In den schlimmsten Fällen kann es sogar so weit kommen, dass der Junge sich irgendwo zusammenkauert um das Gewitter abzuwarten. Diese Angst lässt sich – wenn auch nicht ganz so ausgeprägt – auch auf andere laute Geräusche übertragen.
Keine rechte Angst, doch aber starkes Unwohlsein löst völlige Stille bei ihm aus. Da Iven nicht sehen kann was um ihn herum geschieht, ist er völlig auf sein Gehör angewiesen. Absolute Stille ist für Iven inetwa so, wie undurchdringliche Dunkelheit für diejenigen, die sehen können. Angst hat Iven auch davor, alleine zu sein. Zwar meidet er große Menschenansammlungen, da er dort zu leicht die Orientierung verlieren könnte, doch völlig alleine fühlt er sich sehr unwohl. Durch seine Einschränkungen fühlt er sich oft etwas hilflos, daher gibt ihm die Anwesenheit anderer Sicherheit. Am wichtigsten ist es für Iven, seinen Hund Aiden an seiner Seite zu haben, der ihm sein Augenlicht ersetzt.
Auch unter Verlustängsten leidet er seit dem Unfall sehr. Der Umstand, dass ihm als Kind seine ganze Familie genommen hat, hat ihn sehr geprägt. Aus diesem Grund hat er große Angst, einen Menschen, den er in sein Herz geschlossen hat und der wichtig für ihn ist, wieder zu verlieren. Sei es durch einen weiteren Unfall, durch Streit oder aus völlig anderen Gründen. Er fürchtet, einen weiteren Verlust nicht verkraften zu können.
Und obwohl er schon sehr lange weis, dass er wohl früh sterben wird, und sich mit diesem Gedanken - dieser Tatsache - bereits auf eine gewisse Weise arrangiert hat, so fürchtet er doch den Tod. Nun, mag man vielleicht sagen, die Angst vor dem Tod wäre nicht erwähnenswert, ist sie doch etwas völlig menschliches. Doch das Wissen, niemals ein normales Alter zu erreichen, niemals alt in grau auf ein langes, erfülltes Leben zurück blicken zu können - das kann einen wirklich fürchten. Für Iven kann das Leben jeder Zeit zu Ende sein, einfach so, wenn sein Körper versagt. An diesen Gedanken gewöhnt man sich nie.
Allgemein leidet Iven gelegentlich unter Panikattacken und Angstzuständen, die teilweise durch ein bestimmtes Ereignis, teilweise aber auch ohne ersichtlichen Auslöser auftreten können.
#__Hobbies
Sein einziges Hobby – und zeitgleich seine größte Leidenschaft – ist die Musik. Schon seine Eltern unterstützten diese Liebe zur Musik in frühester Kindheit, doch der Professor war der erste, der Iven als musikalisches Genie erkannte und förderte. Tatsächlich besitzt der Junge ein absolutes Gehör und schafft es innerhalb kürzester Zeit, sich selbst beinahe jedes Intrument beizubringen, das man ihm in die Hand gibt. Einfach nur, indem er spielt. So betätigt er sich zum Beispiel sehr gerne an Gitarre oder Klavier, denen er Melodien auf aller höchstem Niveau entlocken kann. Seine große Liebe gilt allerdings ohne Frage der Violine. Auf dieser bringt er wahre Meisterstücke hervor, mit denen er jeden Musikliebhaber zu bezaubern vermag. Noten benötigt er dabei nicht, er kann jedes Stück rein nach Gehör wiedergeben – oder aber er spielt einfach frei nach Gefühl.
#__Lieblings- & Hassessen
Iven ist nicht sehr wählerisch, was das Essen auf seinem Teller betrifft. Natürlich nicht, das hat ihm die lange Zeit im Krankenhaus und das tägliche Kantinenessen recht schnell ausgetrieben. Seine angeschlagene Gesundheit verlangt allerdings von ihm, sich von eher leichter Kost zu ernähren und gewisse Dinge zu meiden. Allzu scharf gewürztes Essen verträgt sein Körper zum Beispiel nicht. Besonders beliebt sind bei ihm allerdings süße Speisen und Süßgebäck. Aber auch mit Eis und Gummibärchen kann man ihm eine Freude machen.


augenlicht


#__ „AIDEN“
Aiden ist ein sogenannter „Ostdeutscher Schäferhund“, eine Rasse, die aus den alten deutschen DDR Linien des Deutschen Schäferhundes weiter gezüchtet wurde. Im Gegensatz zu den gewöhnlichen Deutschen Schäferhunden besitzt der Ostdeutsche Schäferhund einen geraden Rücken, ist kräftiger und meist gesünder und leistungsfähiger.
Ausgebildet wurde Aiden in Deutschland bei einem der weltweit besten Blindenführhundetrainern. Nach seiner 2-jährigen Grundausbildung verblieb er noch ein weiteres Jahr bei seinem Ausbilder, wo er kastriert und weiter als Assistenzhund mit ihm gearbeitet wurde. Von dort aus kam er als Geschenk des Professors nach Japan, wo er seit dem Ivens treuer Partner ist.
Mittlerweile ist Aiden 5 Jahre alt und ersetzt seinem Herrchen das Augenlicht. Außerdem beschützt er Iven und stützt ihn, wenn dieser einen seiner Schwächeanfälle erleidet. Der große Hund gibt dem Jungen Sicherheit und Nähe, etwas, das für seine labile Psyche äußerst wichtig ist.
#__AUSSEHEN
Da Aiden aus einer reinen Ost-Linie stammt ist er größer und kräftiger als der durchschnittliche Schäferhund. Mit seiner Schulterhöhe von 68 Zentimetern und einem Kampfgewicht von 45 Kilogramm ist der Rüde ein durchaus stattlicher Hund. Sein Fell ist verhältnismäßig dunkel mit einem – für einen Schäferhund – recht hohen Schwarzanteil. Die genaue Farbbezeichnung nennt man in Züchterkreisen „grau-braun gewolkt“, für den Nichtzüchter ist das aber ein eher uninteressanter Fakt. Allgemein ist Aidens Äußeres nicht wirklich wichtig, besonders für Iven, der ihn ohnehin nicht sehen kann. Entscheidend für einen guten Blindenhund ist sein Wesen und eine gute Ausbildung.
#__EIGENSCHAFTEN
Aiden ist ein ausgesprochen ruhiger und sehr ausgeglichener Hund, der nur schwer aus der Ruhe zu bringen ist. Als Blindenführhund ist dies auch eine äußerst wichtige Voraussetzung, um gute und zuverlässige Arbeit zu leisten. Jede Ablenkung seines Hundes stellt eine Gefahr für Iven dar der sich im wahrsten Sinne des Wortes „blind“ auf seinen vierbeinigen Partner verlassen muss. Der große Schäferhund erfüllt seine Pflicht allerdings sehr gewissenhaft, weshalb sich sein Herrchen nicht sorgen muss. Ist Aiden im Geschirr, so ignoriert er andere Tiere sowie Menschen konsequent und konzentriert sich völlig auf die ihm anvertraute Aufgabe. Allgemein zeigt der Rüde wenig Interesse für andere Menschen und Hunde, verhält sich im Umgang aber stets äußerst gutmütig und geduldig. Selbst Kinder können völlig unbekümmert mit ihm spielen, mit einer Seelenruhe lässt er selbst grobe Berührungen über sich ergehen. Iven gegenüber besitzt er – wie für Schäferhunde typisch – einen ausgeprägten Beschützerinstinkt. Niemals würde er aggressiv reagieren, doch er weis seine eindrucksvolle Präsenz durchaus wirksam einzusetzen, wenn nötig. Wie jeder Hund genießt aber auch Aiden ausgedehnte Spiele und Kuschelstunden, bringt Bällchen und lässt sich voller Begeisterung den weichen Bauch kraulen. Seit 2 Jahren ist der große Hund bereits der Schatten seines blinden Herrchens und folgt diesem treu überall hin. Für Iven ersetzt er nicht nur das verlorene Augenlicht, er ist auch der beste Freund des Jungen.


Familie

#__Vater
(┼) Charles Alexander Devey │ 39 Jahre │ Finanzmanager


Charles war zwar eher selten Zuhause, doch er war ein liebevoller Vater, der aufopferungsvoll alles für seine Familie tat. Gerade Iven als einziger Sohn hatte eine sehr enge Beziehung zu seinem Vater, der als Finanzmanager einer großen Firma dafür sorgte, dass Frau und Kinder ein sorgenfreies, glückliches Leben führen konnten. Nie hatte die Familie finanzielle Sorgen, obwohl Clyre nur halbtags arbeitete um genug Zeit für ihre Kinder zu haben. Charles war es, der am Steuer saß, als der Unfall passierte. Doch es war nicht seine Schuld, er war vorsichtig gefahren. Der Verursacher war der Fahrer eines Tankwagens. Er überlebte. Anders als Charles, der seiner Familie folgte.

#__Mutter
(┼) Clayre Devey │ 36 Jahre │ Kinderärztin


Clayre war eine sehr sanfte, liebevolle Frau und eine wirklich wunderbare Mutter. Sein gutes Herz hat Iven sicherlich von ihr geerbt. Fürsorglich kümmerte sie sich um ihren Ehemann und ihre drei geliebten Sprösslinge, die stets zu ihr kommen konnten, wenn sie Sorgen hatten. Leidenschaftlich übte sie ihren Beruf als Kinderärztin aus und war so wie dazu geschaffen, jedes Wehwehchen weg zu pusten. Clayre liebte kinder – und alle Kinder liebten die „nette Frau Doktor“, allen voran natürlich ihre eigenen. Sie starb gemeinsam mit ihrer Familie bei einem Autounfall und hinterließ eine große Lücke im Herzen ihres letzten lebenden Kindes.


#__Ältere Schwester
(┼) Elizabeth Juliana Devey │ 15 Jahre │ Schülerin


Elizabeth – Liz – war Ivens ältere Schwester, mit etwas weniger als 5 Jahren Vorsprung. Ein vorlautes, forsches Mädchen, das nie genug von Spaß und Abenteuern bekommen konnte. Stets eine kleine Rebellin – aber mit einem riesigen Herzen das für jeden ausreichend Platz besaß. Selbstbewusst und herzlich wie sie war, war sie sehr beliebt bei ihren Mitschülern und der Sonnenschein der Familie. Zwar ärgerte sie ihren jüngeren Bruder oft und  es kam nicht selten zu Streit, doch am Ende vertrugen sie sich stets wieder. Und Iven wusste genau, dass seine große Schwester immer ein offenes Ohr für ihn hatte und ihm zur Seite stand. Liz war zum Zeitpunkt ihres Todes 15 Jahre alt, nur eine Woche später hatte sie ihren 16. Geburtstag gefeiert.
#__Jüngere Schwester
(┼) Henriette (Holly) Devey │ 7 Jahre │ Grundschülerin


Holly. Süße kleine Holly. Das Nesthäkchen der Familie und der Goldschatz aller. Zwar war sie als jüngstes Kind immer etwas zurückhaltender und schüchterner als ihre beiden Geschwister, trotzdem war sie stets jedermanns Liebling. Egal was passierte, immerzu lächelte das kleine Mädchen, und steckte alle damit an. Natürlich bekam Holly als Jüngste im Bunde manchmal den Frust der „Großen“ ab, doch solcher Ärger hielt nie sonderlich lange. Und auf der anderen Seite war immer klar, dass ihre beiden Geschwister jederzeit für sie einstehen würden um sie zu unterstützen. Außerdem schaute sich die Kleine durchaus den einen oder anderen Streich bei ihrem Bruder ab. Auch sie starb – mit zarten 7 Jahren – bei dem Unfall.
#__Der Professor
Prof. Dr. Mathias Arthur Lockwood │ 41 Jahre  │ Neurochirurg


Der Professor ist ein eher kühler Mann, der nicht allzu viele Gefühlsregungen zeigt. Meist ist er sehr mit seiner Arbeit beschäftigt und daher recht selten Zuhause. Oft kommt er erst spät in der Nacht zurück und verschwindet bereits früh morgens wieder in seinem Labor, das man als sein zweites Zuhause bezeichnen könnte. Obwohl sie bereits seit über 2 Jahren zusammenleben, weis selbst Iven nicht allzu viel über den Mann, der ihn bei sich aufnahm, als nirgendwo mehr Platz für ihn war. Warum der Professor den blinden Junge zu sich nahm, weis außer ihm wohl niemand. Und obwohl er Iven meist sich selbst überlässt und die beiden keine allzu enge Beziehung zueinander haben, scheint er sich doch um ihn zu sorgen. So schenkte er ihm zum Beispiel den Blindenführhund „Aiden“ und ermöglichte ihm den Besuch des Internats.


vergangenheit

#__HERKUNFT
Geboren wurde Iven in einem kleinen Vorort von Liverpool im Nordwesten von England. Dort lebte er zusammen mit seiner Mutter, seinem Vater und seinen beiden Schwestern. Ein schöner, friedlicher Ort für Kinder, um behütet aufzuwachsen. Niemals hätte er gedacht, dass er eines Tages nicht mehr dort leben würde. Und erst recht nicht, dass sein neues Zuhause so weit fort seiner Heimat in einem fremden Land finden könnte. Dass er letztendlich in Japan landete, war eine eher seltsame Laune des Schicksals.
#__VERGANGENHEIT
Denkt man so an die ersten Lebensjahre des Jungen zurück, so kann man guten Gewissens behaupten, es fehlte ihm an nichts. Geboren und aufgewachsen in einem ländlich gelegenen, idyllischen kleinen Dörfchen in der Nähe von Liverpool, führte er ein sehr behütetes Leben. Die Eltern waren liebevolle, freundliche Menschen, die sich sehr um ihre Kinder kümmerten. Der Vater sorgte dafür, dass die Familie stets sorgenfrei leben konnte. Jeden Tag erlebte er kleine Abenteuer, spielte mit seinen Freunden, oder verbrachte einfach einige ruhige Stunden mit seiner Familie. Hier und da gab es Streit, Wut und Tränen, doch immer folgte bald die Versöhnung, die alles wieder in Ordnung brachte. Zusammen mit seinen Eltern, den beiden Schwestern und ihrem vierbeinigen Familienmitglied – einem alten, gutmütigen Schäferhund namens Watson – erlebte Iven eine wirklich glückliche, erfüllte Kindheit. Nichts besonderes geschah, und trotzdem fehlte es an nichts. Diese unbeschwerten Tage hätten für immer andauern können.
Den größten Einschnitt seines bisherigen Lebens, erfuhr der Junge mit gerade einmal 10 Jahren. Es sollte ein großer Tag für die ganze Familie sein. Das erste Mal seit langer Zeit hatte der hart arbeitende Vater für ganze 4 Wochen Urlaub bekommen. Es war ein Geschenk seiner Firma, eine Belohnung für die erbrachten Leistungen. Der erste RICHTIGE Familienurlaub seit beinahe 3 Jahren! Kaum zu beschreiben, wie sehr sich alle auf die gemeinsame Zeit freuten. Die Reise sollte etwas ganz Besonderes werden, das ausgewählte Ziel war Japan. Eine fremde Kultur, weit weg von zuhause. Ein richtiges Abenteuer! Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand etwas von der Tragödie, die die junge Familie ereilen würde.
Charles hatte ein Auto gemietet, alle gemeinsam wollten sie sich die Gegend ansehen. Ihr Ziel waren einige, etwas weiter entfernte Sehenswürdigkeiten. Keiner hätte wissen können, dass sie diese niemals erreichen würden. Irgendwo, mitten auf ihrem Weg, verlor der Fahrer eines Tanklastwagens die Kontrolle über sein Fahrzeug. Iven selbst weis nicht, was damals wirklich geschah. Das einzige, woran sich der Junge erinnern kann, ist ein Meer aus Flammen. Dann folgte nur noch Dunkelheit...

Es dauerte eine Weile, bis der damals noch viel zu kleine Junge verstehen konnte, was geschehen war. Ganz egal, wie schonend die Ärzte versuchten, es ihm beizubringen, es war einfach zu absurd.Viel zu sehr erschien es ihm wie ein grausamer Alptraum, aus welchem er jeden Augenblick erwachen konnte. Erwachen musste. Doch am Ende blieb nur die bittere Erkenntnis, dass er nicht einmal schlief.
Zum Zeitpunkt seines Erwachens hatte Iven bereits viele Monate im Koma gelegen. In mehreren Operationen hatten die Ärzte alles getan, um sein Leben zu retten, das nach dem Unfall nur am sprichwörtlichen „Seidenen Faden“ gehangen hatte, bevor er endlich seine Augen öffnete. Für den Jungen aber, bedeutete dieses Öffnen der Augen erneut das Zusammenbrechen einer ganzen Welt. Denn was er sah, waren nicht weiße Krankenhauswände, Ärzte und Schläuche um ihn herum, die ihn am Leben hielten. Da war nichts als Schwärze, undurchdringliche Finsternis.
In den darauf folgenden Tagen und Wochen erfuhr er nach und nach, was geschehen war. Man erzählte ihm von dem Unfall, vom Tod seiner Familie und davon, dass er selbst beinahe gestorben wäre. Er erfuhr, wie sehr sein Körper durch den Unfall und die Flammen gelitten hatte, dass er womöglich nie wieder ganz gesund werden würde. Und letztendlich auch, dass er wohl niemals wieder würde sehen können. Dieser Unfall, er hatte ihm nicht nur seine Familie, sondern auch sein Augenlicht geraubt. Und kein Arzt der Welt, kein Wunder konnte ihm diese Verluste wieder zurück geben. Es folgten harte Zeiten, in denen sich Iven nicht selten wünschte, er wäre seiner Familie gefolgt. Auf dass ihm all die Torturen erspart geblieben wären.
Woche um Woche verging, weitere Operationen folgten. Und dann, ganz langsam, schien es bergauf zu gehen. Doch das Schicksal meinte es erneut nicht gut mit dem armen Kind. Iven wurde, zusätzlich zu all den Verletzungen, schwer krank. Sein schwacher, angeschlagener Körper hatte den Keimen einfach nichts entgegen zu setzen. Sein Zustand verschlechterte sich zusehends, wurde kritisch, dann fiel er erneut ins Koma. Nur mit Mühe schafften es die Ärzte in den folgenden Wochen, seinen Zustand zu stabilisieren. Er überlebte, doch die Schäden an seinem Körper waren irreparabel.
Insgesamt wurde der Junge 6 Mal operiert, und verbrachte beinahe 2 Jahre im Krankenhaus. Irgendwo in Japan, einem völlig fremden Land, unter völlig fremden Menschen. Alleine und ohne irgend jemandem, der ihm hätte beistehen können. Es war niemand mehr übrig.

Als allerdings seine Entlassung näher rückte, tauchten die nächsten Schwierigkeiten auf. Bisher hatte man davon abgesehen, Iven in sein Heimatland zurück zu bringen, sein Zustand war einfach zu schlecht für einen solchen Transport gewesen. Man hatte sich voll und ganz darauf konzentriert, sein Leben zu retten, das war letztlich gelungen. Aber was jetzt? Seine Familie war tot, andere Verwandte hatte man nicht ausfindig machen können. Iven war zu einem Waisenkind geworden, einfach so. Und zu einem schwer kranken, blinden Waisenkind noch dazu.
Man versuchte also erst einmal, ihn in einer Pflegefamilie unterzubringen, bis weitere Schritte geklärt waren. Doch wie Ämter nun einmal so sind, sie lassen sich Zeit. Wochen vergingen, dann waren bereits die ersten Monate vergangen. Noch weiterere zogen ins Land und der Junge war bereits in der zweiten Familie gelandet, die bereits ebenfalls deutliche Anzeichen zeigten, dass sie mit der Pflege des kränklichen Jungen überfordert waren. Und so kam es, wie es kommen musste: Endstelle Kinderheim. Der denkbar schlechteste Ort für den mittlerweile 13-jährigen. Die anderen Kinder mieden ihn hauptsächlich, nur ein paar hatten es sich zum Hobby gemacht, ihn zu schikanieren. Ihn, der sich nicht wehren konnte, dem niemand zu Hilfe kommen würde. Eine schlimme Zeit.
Langsam aber sicher kamen auch die Behörden voran, und man plante bereits einen Transport, zurück nach England. In ein weiteres Heim. Iven hatte sich längst mit seinem Schicksal abgefunden. Doch kurz vor seiner geplanten Abreise änderte sich alles. Ein Mann hatte sich gemeldet, ein Arzt aus dem Krankenhaus, in welchem Iven über Monate behandelt worden war. Und obwohl dieser Arzt niemals direkt mit dem Fall des Jungen betraut worden war, so hatte er sich doch aus unerfindlichen Gründen dazu entschieden, ihm zu helfen. Sein Name war Professor  Doktor Mathias Arthur Lockwood, ein hochrangiger Neurochirurg der, genau wie Iven, ursprünglich aus England kam und auch dort studiert hatte. Ein schweigsamer, mürrischer Mann, über den niemand sonderlich viel sagen konnte, außer, dass er ein ausgezeichneter Arzt war.  Niemand wusste warum, doch Lockwood adoptierte den Jungen und nahm ihn bei sich auf.
Von da an lebte der kranke Junge in der Obhut des Professors, die meiste Zeit auf sich allein gestellt, da dieser außer Haus war. Und obwohl die beiden nur wenig miteinander sprachen, entwickelte sich doch fast so etwas, wie ein Gefühl von „Familie“. Iven weis bis heute nicht viel über den Mann, der ihn bei sich aufnahm, und der Professor vermeidet es, dem Junge allzu nahe zu kommen. Dennoch ist der Junge ihm sehr dankbar, für all das, was für ihn getan wurde. Und obwohl Lockwood sich eher kalt und distanziert gibt, sorgt er sich doch sehr um seinen Schützling. Als Iven, nach seiner Entlassung, zusehends in Depression verfiel und das Haus nicht mehr verlassen wollte, schenkte ihm der Professor Aiden, einen ausgebildeten Blindenhund, der dem Junge völlig neue Freiheit schenkte. Die beiden wurden ein eingespieltes Team und mit der Zeit lernte er,  mit seiner Behinderung und Krankheit umzugehen und damit zu leben. Und schließlich beschloss der Professor, dass es für Iven an der Zeit war, wieder eine Schule zu besuchen. Eine, die seine Talente erkannte und ihm wieder etwas Selbstbewusstsein lehrte. Der Weg hat gerade erst angefangen...


hintergrund

#__ZWEITCHARAKTER
Iven ist die erste und liebste Puppe, die an den unsichtbaren Fäden seiner Meisterin tanzen muss. Seine Puppenspielerin musste er sich bisher mit zwei weiteren Marionette teilen. Diese sind das schwarze Schaf MIKKI und der Wolfsbruder KIZUNA. Seit Neuestem gehört jedoch auch noch die Maskenprinzessin MIZUKI zu seinen Genossen.
#__WEITERGABE
Iven folgt seit jeher nur einer einzigen Stimme durch die Dunkelheit. Und ganz gleich wie viel Zeit noch vergehen mag, niemand sonst soll ihn jemals führen!
#__AVATAR
Sein Gesicht entstammt keinem Anime. Die Nutzungserlaubnis wurde allerdings bereits von der Künstlerin erbeten, Antwort wird erwartet. Sollte diese negativ ausfallen, werde ich das Bild durch einen bekannten Animecharakter ersetzen.
#__KONTAKTMÖGLICHKEITEN
Erreichbar bin ich jederzeit in Skype: WhiteWolfVision – Alternativ stehen E-Mail, ICQ oder Facebook zur Verfügung, falls dies gewünscht ist. Ebenso biete ich auf Nachfrage gerne Whatsapp, SMS oder Telefon als Kontaktmöglichkeit an.
#__REGELN
Regeln habe ich gelesen, verstanden & akzeptiert! - sofern ich nichts ÜBERlesen oder MISSverstanden habe xD
Meinen Regelcode habe ich natürlich auch: Kage 26

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»Dreckskerl'chen«
Art/Rasse :
Eine braune Langhaarkatze, weich und fluffig.

Alter :
16 und ich bin äußerst reif für mein Alter. Zumindest in manchen Punkten.

Geschlecht :
Männlich, du Blindfisch~

http://togameru-kage.forumieren.com/t23-eren-kohara
Fr 25 Apr - 16:11

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Iven Devey

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