Subaru Suzuki

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Art/Rasse :
Man sollte mir ansehen, dass ich ein Mensch bin.

Alter :
17. Schon viel zu alt.

Geschlecht :
Offensichtlich männlich, oder etwa nicht?

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Do 2 Okt - 20:32


» Subaru Suzuki «




♣ ALLGEMEINES ♣

Vorname:

Der Name, auf den der Junge hört, lautet Subaru. Für die meisten der Name einer Automarke, die ihren Ursprung ebenfalls in Japan hat, für ihn ist das jedoch irrelevant. Nein, sein Name hat im Grunde eine ganz andere Bedeutung, eine weitaus schönere. Subaru ist die Bezeichnung für einen Sternenhaufen, der mit bloßem Auge sichtbar ist, den Plejaden. Sie liegen im Sternbild Stier, was auch der Grund dafür ist, dass er diesen Namen tragen darf, ist es doch das Tierkreiszeichen, das ihm zugesprochen wird, wenn er auch Horoskope und dergleichen keine Beachtung schenkt.

Nachname:

Für manche eine recht belustigende Tatsache, dass auch hier wieder eine Automarke im Spiel ist. Suzuki ist der Nachname, der den jungen Mann durch sein Leben begleitet, doch auch hier ist es wieder die eigentliche Bedeutung, die ihm viel besser gefällt. Suzuki heißt so viel wie Glöckchenbaum, eine recht einfache und niedliche Bezeichnung.

Spitzname:

Einen wahrlich speziellen Spitznamen kann er nicht vorweisen, doch die meisten, zu denen er mal guten Kontakt hatte, hatten in Suba-chan genannt, eine simple Verkürzung seines Namens, für jeden offensichtlich nachvollziehbar, wie er denn zu dieser Bezeichnung gekommen ist.

Geschlecht:

Eindeutig ist Subaru ein Junge, gehört dem männlichen Geschlecht an. Eine Verwechslung gab es in diesem Punkt noch nie! Warum auch? Er hat nicht wirklich feminine Seiten an sich, hat an manchen Stellen ein wenig zu viel, an anderen ein bisschen zu wenig, um als Mädchen durchzugehen. Wer ihn nicht als Kerl zu erkennen vermag, hat keine Augen im Kopf, den Blinden sei es aber verziehen.

Alter:

Er würde sich nicht wirklich als alt bezeichnen, doch mit seinen 17 Jahren musste er schon vieles ertragen, empfindet seine Verweildauer unter den Lebenden deshalb bereits als lange genug. Aber ja, er ist immer noch hier, Jahr um Jahr vergeht und Subaru ist zu dem Schluss gekommen, dass er wohl nichts mehr dagegen unternehmen sollte. Da wird der Junge irgendwann sogar noch volljährig, wer hätte das gedacht!

Geburtstag:

Vor vielen Jahren ist Subaru am 10. Mai geboren worden, eine recht schöne Zeit des Jahres, die ihre Reize hat. Nicht, dass es für ihn eine besondere Bedeutung hat, schon lange verzichtet er darauf, diesen Tag zu feiern, wenn er auch dem albernen Kuchen mit den Kerzen nicht entkommen konnte, dafür jedoch einer Feier, zu der sowieso niemand gekommen wäre.

Sexualität:

Er selbst glaubt daran, heterosexuell zu sein, wenn er doch auch weder Erfahrung mit dem einen, noch mit dem anderen Geschlecht vorweisen konnte. Subaru ist ziemlich schüchtern, bisher ist es erst ein einziges Mal vorgekommen, dass er überhaupt Interesse an einem anderen Menschen hatte, ein Mädchen, welches früher dieselbe Klasse, wie er selbst besuchte. Auf Jungen in seinem Alter hatte er bisher noch nie ein Auge geworfen, das war für ihn immer... noch uninteressanter.

Beziehungsstatus:

Single, schon immer. Niemals konnte er auf diese Frage eine andere Antwort geben. Nicht, dass ihn das stören würde, im Gegenteil. Momentan gehört eine Beziehung zu den Dingen, die er sich in seinem Leben nicht vorstellen kann, einfach, weil es keinen Menschen gibt, der ihm so nahe ist, dass er überhaupt in Frage kommt und, weil er niemanden mit seinen Problemen belasten möchte, auch davon überzeugt ist, dass erst recht keiner so dumm wäre, sich auf ihn einzulassen, würde er es denn verzweifelt nach jemandem suchen.

Art:

Subaru ist ein einfacher Mensch. Was sollte es auch anderes sein?

Klasse:

Er besucht die Klasse A. Nicht, dass es etwas wichtiges wäre, irgendeiner Gruppe muss er ja angehören.

Herkunft:

Geboren und aufgewachsen ist Subaru in Kōbe, einer recht bekannte Großstadt, die direkt am Wasser gelegen ist, dadurch sogar einen der größten Häfen Japans beherbergt.

♣ CHARAKTER ♣

Schon früh zeigte sich bei Subaru, dass ihm seine Eltern die richtigen Werte vermittelt hatten, ihr Bestes gaben, um ihrem Sprössling ein gesundes Verhältnis zu anderen Menschen zu ermöglichen, ihn den richtigen Umgang mit solchen zu lehren. Zwar er stets ein sehr ruhiger Junge, der es ein wenig schwer hatte, Kontakt zu anderen aufzunehmen, unglaublich schüchtern war, doch das machte ihm keine Probleme, zurecht zu kommen. Subaru mochte es nur einfach noch nie, sich in den Mittelpunkt zu drängen, es war ihm lieber, wenn man auf ihn zukam, fühlte sich auch nie ausgenutzt, half stets gerne, wenn andere Probleme hatten.
Die meisten Freunde sammelte der Junge durch seine Schwester. Da die beiden stets aneinander hingen, mussten alle mit Saki und Subaru leben, einen ohne den anderen, das gab es einfach nicht. Die Sorgen der Eltern um ihren Sohn wurden so gedämpft, sie hatten oft befürchtet, dass er ausgeschlossen werden würde, weil er seine warme und liebevolle Art nicht zeigen konnte. Warum diese Angst? Es zeigte sich bei Subaru schon früh, was sich in dem Jungen verborgen hielt. Lehrer waren begeistert, wie schnell er lernte, wie groß auch sein eigenes Interesse war, vor allem in den Bereichen Sprache und Musik. Somit war es nicht abwegig, dass er zum Streber der Klasse wurde, einfach, weil bei seinen Noten nur selten, eigentlich nie, ein Patzer vorkam. Es kam jedoch nie dazu, dass er so eingeschätzt wurde. Subaru hatte nie das Gefühl, besser, wichtiger, klüger als andere zu sein, hatte somit anderen auch nie den Grund gegeben, sich ihm unterlegen zu fühlen.
Allerdings machte er aus seiner Begeisterung auch nie einen Hehl. Wenn Subaru im Unterricht auftaute, war es garantiert nicht in Mathe, eher in Englisch. Er liebte es, sich auf anderen Sprachen auszudrücken, war begeistert von jeder neuen Vokabel, die sich in seinem Kopf einnistete. Es dauerte nicht lange, bis er zusätzlich gefördert wurde, er auch außerhalb der Klasse Kurse besuchen durfte, was natürlich gleichzeitig mehr Druck für Subaru bedeutete. Solange es aber um die Dinge ging, die ihm Spaß machten, die er von Herzen liebte, schien es kaum so, als könnte man ihn jemals wirklich auslasten.
Ähnlich wie mit den Sprachen verhielt es sich mit der Musik. Jede freie Minute verbrachte er damit, seinen Instrumenten Töne zu entlocken, sein Spiel zu perfektionieren. Natürlich machte es auch hier erst richtig Spaß, wenn seine Schwester ihm zur Seite stand, ihn mit Klavier und Stimme unterstützte. Sie waren ein wirklich harmonisches Paar, arbeiteten stets wundervoll zusammen. Wer weiß, vielleicht hätten sie ohne Zwischenfall eines Tages sogar gemeinsam auf der Bühne gestanden, doch es hat nicht sollen sein.
Natürlich hinterließ der Tod von Subarus Eltern deutlichere Spuren, sorgte dafür, dass er in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der sowieso schon ruhige Junge zog sich damit noch mehr in sich zurück und konzentrierte sich mehr auf Saki, als es sowieso schon der Fall war. Seine Schwester war der neue Mittelpunkt in seinem Leben, der einzige, der für ihn denkbar war. Mit ihr flüchtete er sich tiefer in die Musik, versuchte so, den plötzlichen Verlust zu verarbeiten, irgendwie halt zu finden, auch, wenn es offensichtlich schwer für ihn war. Sie war es auch, die ihn dazu brachte, den Kontakt zu Menschen zu halten, die ihn dazu aufmunterte, das Haus zu verlassen, um auch einmal einen Nachmittag in der Stadt mit Leuten aus seiner Klasse zu verbringen, schließlich war Subaru immer noch ein herzensguter, warmer und hilfsbereiter Mensch, so jemand durfte ihrer Meinung nach gar nicht in seinem Zimmer versauern! Subarus Freude am Lernen indessen war die ganze Zeit über geblieben, zeigte sich auch immer noch an seinen Noten, vielleicht wurde die Situation sogar ein wenig von dem Verlust begünstigt, zog er sich doch offensichtlich zurück, verbrachte automatisch mehr Zeit damit, sich den Dingen zu widmen, denen sein Herz gehörte.
Erst mit Sakis Tod zeigte sich, wie sehr man einen Menschen brechen konnte, was man ihm antun konnte, zerstört, im Scherben zerbrochen, unwiderruflich. Mit ihrem Verscheiden verlor der Junge sich selbst, seine Welt war plötzlich unvollständig, trist und leer, kein Sinn mehr vorhanden. Aus dem sonst so herzlichen Menschen wurde eine leblose Hülle, die bloß noch existierte, gar vegetierte. Es gab niemanden mehr, der dafür sorgte, dass Subaru am Leben festhielt, andere verwandelten sich für ihn in Luft, Freunde hatten keine Chance mehr, ihn zu erreichen, sie spielten für ihn keine Rolle mehr, auch, wenn sie noch einige Zeit versuchten, ihm zu helfen.
Mit seiner Schwester war der Wille, zu überleben, einfach verschwunden, hatte sich in Luft aufgelöst. In völliger Verzweiflung war Subaru überzeugt davon, dass es nur noch einen Ausweg aus diesem Chaos gab, nur noch eine Möglichkeit, das Ganze zu beenden. Sich selbst für wertlos befinden entschloss er sich dazu, sich selbst das Leben zu nehmen, versagte dabei aber, immer wieder und wieder, verlor bei den Versuchen sogar noch seine Stimme. Aus ruhig und zurückgezogen wurde wirklich stumm. Alles, was Subaru aus diesen Versuchen mitnahm, war ein grässlicher Selbsthass. Er mochte noch so klug sein, umbringen konnte er sich anscheinend nicht.
Unverändert blieb die ganze Zeit nur eines. Wer hätte es gedacht, seine Noten. Fast schon Ironie, dass sich in diesen nicht bemerkbar machte, wie zerstört sein Leben doch war, dass er nur noch ein Schatten seiner selbst war. Doch die Liebe zur Musik hatte dieses Mal gelitten. Mit Saki waren Klavier und kurze Zeit später auch der Gesang aus Subarus Leben gewichen, sodass er kurze Zeit später aus eigenem Willen heraus Violine und Gitarre ablegte.
Was erleben also Menschen, die heute auf Subaru treffen?
Eine Gestalt, die sich zum Leben verdammt fühlt. Er hatte nur mit den Suizidversuchen gestoppt, weil er selbst das Gefühl hatte, damit niemals erfolgreich zu enden, es sich nur selbst immer schwerer zu machen. Für lebenswert befindet er sich selbst immer noch nicht. Was früher ruhig und zurückhaltend schien, ist heute noch distanzierter und abweisender geworden, wenn er auch nie unfreundlich. Subaru scheint nicht in der Lage dazu zu sein, andere Menschen wirklich absichtlich schlecht zu behandeln. Er zollt jedem Lebewesen höchsten Respekt, will niemanden mit seiner eigenen Existenz belasten. Er weiß, dass für andere Menschen das Leben noch lebenswert ist, kann es auch nur zu gut nachvollziehen, er selbst hatte diesen Zustand früher erlebt, war sich sicher gewesen, sein Leben hätte nie besser verlaufen können, zumindest, bis er seine Familie verloren hatte. Somit ist Subaru, wenn es auch tief verborgen in ihm liegt, irgendwo noch der gute Mensch, der er immer war, ist nur nicht mehr in der Lage, es zu zeigen, scheint in seinem Sumpf aus Aussichtslosigkeit und Resignation gefangen.
Freunde hat er nicht mehr, keinen einzigen Menschen. Es gibt niemanden mehr, der ihm nahe steht. Aber gäbe es jemanden, der es schaffen würde, Subaru auch nur ein wenig seines Willens zurückzugeben, dieser jemand hätte mit Sicherheit einen Freund an seiner Seite, der ihm jeder Zeit treu zur Seite stehen würde, ihm helfen würde, wenn es nur möglich wäre. Ob jemand diesen Subaru noch einmal erleben darf? Die Chance dafür ist mehr als gering.

Hobbys:

Leider muss man sagen, dass Subaru vieles, das ihm Spaß gemacht hat, aufgegeben hat, es sogar musste. Früher war es nicht möglich, einen Tag zu erleben, an dem er nicht sang, ohne Stimme gestaltet sich diese Beschäftigung aber unmöglich. Seine Instrumente sind seitdem das einzige, mit dem er sich Gehör verschaffen kann, doch auch diese hat er seit einiger Zeit aufgegeben. Musik war wohl sein großes Hobby, er beherrschte Violine und Gitarre, war sogar ziemlich gut, soweit er das beurteilen konnte. Was er inzwischen verlernt hat? Er weiß es nicht, hat es nicht ausprobiert, wenn auch seine Instrumente noch mit ins Internat eingezogen sind. Er ist sich nicht sicher, wann und ob er sie überhaupt jemals wieder anrühren will.
Ansonsten versucht er wohl bloß, die Zeit herumzubringen. Ja, sein Leben ist nicht spannend, er erlebt nicht jeden Tag lustige Abenteuer mit seinen Freunden, er lebt mit der Langeweile.

Ängste:

Spinnen? Kein Problem! Höhenangst? Subaru doch nicht! Horrorfilme? Immer her damit. Im Alltag gibt es kaum Dinge, vor denen er wirklich Angst hat. Nicht, dass er sich als furchtlos beschreiben würde, das nicht, es sind nur einfach keine Dinge, die ihn in die Knie zwingen. Das einzige, wovor er sich wirklich fürchtet, ist es, verlassen zu werden. Subaru musste in seinem Leben schon so viele Verluste ertragen, weiß, wie schmerzhaft diese Situation ist. Einher geht eine Bindungsangst. Wenn er alle auf Distanz hält, kann ihm auch keiner nahe genug sein, um ihn wieder zu verlassen. Ein recht einfaches Prinzip, wäre da nicht diese elende Einsamkeit.

Sprachen:

Nun, sprechen kann Subaru grundsätzlich keine Sprache, das betont er immer wieder gerne, was aber nichts daran ändert, dass er einige beherrscht. Natürlich kann er sich in Japanisch sehr gewandt ausdrücken, immerhin ist es seine Muttersprache, mit der er aufgewachsen ist. Englisch geht ihm inzwischen allerdings auch fließend von der Hand. Da er schon immer ein sprachliches Talent hatte und genügend Interesse mitbrachte, versteht er inzwischen auch noch Französisch, Spanisch und Italienisch, kann sich ebenfalls auf diesen Sprachen verständigen. Angefangen hat er, sich an Deutsch zu versuchen, allerdings versteht er hier nur einige Sätze, kann auch nicht die Gewandheit aufweisen, die er sonst vorweisen kann.

Lieblingsessen:

Kekse. Eindeutig Kekse. Nichts anderes. Und wenn irgendjemand behauptet, Kekse wären keine vollwertige Mahlzeit, ist er bei Subaru sofort unten durch. Tst, den Wert von Keksen verkennen, nicht mit ihm!

Hassessen:

Oh diese Liste wäre viel zu lang, um sie zu vervollständigen! Tatsächlich ist der Junge sehr wählerisch, was sein Essen angeht, wobei er sich auch nicht beschwert, sollte er einmal das bekommen, was er nicht möchte, dann würgt er es eben herunter, funktioniert auch. Er findet nicht jedes Gemüse toll, auch nicht jedes Obst, auch nicht jede Sorte Fleisch sagt ihm zu, allerdings können Qualität und Zubereitsungsart meist auch entscheiden, ob das Essen in Subaru Ekel oder Freude keimen lässt. Wenn man aber unbedingt etwas spezifisches kennen möchte: Bohnen. Bohnen sind scheiße, egal wie!

Gesundheit:

Ob man Subaru noch als gesund bezeichnen kann, ist im Grunde sehr fraglich. Von seinem mentalen Zustand sollte man gerade mal absehen, er weiß, dass er nicht vollkommen auf der Höhe ist, das muss ihm niemand erklären. Doch auch physisch gibt es Punkte, die ihn beeinträchtigen.
Das künstliche Gelenk in seiner rechten Schulter wäre hierbei wohl auf jeden Fall zu erwähnen. Nachdem bei einem Autounfall seine Schulter zertrümmert wurde, wurde ihm in einer Operation das nicht mehr zu rettenden Gelenk ersetzt. Zwar sollte es ihn inzwischen nicht mehr beeinträchtigen, allerdings ist der Muskelschwund, den diese Zeit zu verschulden hatte, immer noch deutlich. Subaru hat seinen Arm lange geschont, belastet ihn heute noch ungern, somit ist er mit Rechts relativ schwächlich. Zu seinem eigenen Glück ist er Linkshänder, hätte sonst deutlich größere Probleme gehabt.
Ein viel wichtiger Punkt wäre allerdings die Anarthrie, mit der er seit recht kurzer Zeit lernen muss, umzugehen. Erst ungefähr seit einem Jahr kämpft Subaru mit dieser Sprechstörung, die ihn stumm macht. Nachdem sein Kopf nach einem weiteren Autounfall auf der Straße aufgeschlagen war, wurde sein Gehirn entsprechend beschädigt. Es war hart für ihn, seine Stimme zu verlieren, konnte er sich doch plötzlich nicht mehr verständigen. Da die Schädigung auch erst später, mit ungefähr 16 Jahren stattgefunden hat, beherrscht Subaru auch keine Gebärdensprache, beschränkt sich zu Beginn darauf, mit einem Nicken oder einem Kopfschütteln zu antworten, erst seit kurzen achtete er darauf, stets ein Handy oder gleich den Laptop zur Hand zu haben, um seine Worte für andere sichtbar zu gestalten.
Auch sonst kann Subaru einige Aufenthalte in einem Krankenhaus verzeichnen, innere Blutungen, Quetschungen, Prellungen, ein gebrochenes Bein. Alles Dinge, die inzwischen ohne nennenswerte Folgeschäden überstanden ist.
Aber hey, sehen wir das positive daran! Er ist auf nichts allergisch! Das ist doch mal was.






♣ ÄUßERES ♣

Eine recht unauffällige Gestalt ist Subaru, unscheinbar und niemand, der den meisten sofort ins Auge sticht. Zunächst mag das an seiner Größe liegen. Recht klein ist der Junge geraten, was für einen Japaner ja nicht unbedingt etwas besonderes ist. Daran stören, dass er nicht besonders hochgewachsen ist, tut er sich aber sicherlich nicht, er begrüßt es eher, es wäre ihm ein Graus, über die meisten Köpfe hinwegsehen zu können. Dazu ist er noch recht schmal, wenn doch diese Tatsache meist unter lockeren Kleidungsstücken versteckt wird. Liegt sehr wahrscheinlich daran, dass er zu wenig isst, aber das muss ihm niemand erklären. Muskeln kann er unter seinen Kleidern allerdings nicht verbergen. Subaru ist vollkommen untrainiert, hat an Sport nicht das Geringste Interesse, schämt sich auch nicht dafür, nicht jeder Kerl kann ein Muskelpaket sein.
Die meist schwarzen Sachen, die er trägt, passen wunderbar zu seinem pechschwarzen Haar, dass ihm ein wenig ins Gesicht hängt, unordentlich scheint, sogar hin und wieder, die matten, leeren Augen versteckt, wenn es schlecht fällt. Der einzige Kontrast dazu bildet wohl die recht helle Haut, kommt davon, wenn man ständig nur in seinem Zimmer sitzt und nichts tut, außer lernen und... nichts. Allgemein hat Subaru eine recht düstere, drückende Ausstrahlung, die viele Menschen bereits auf Abstand hält. Manche wollen ihm sogar ein unfreundliches Auftreten vorwerfen, mag es an dem viel zu neutralen und lustlosen Ausdruck liegen, oder an dem müden und leeren Blick. Ihm selbst ist es egal, wie er auf andere wirkt, vollkommen nebensächlich.

Kleidungsstil:

Meist findet man bloß zwei Farben an seinem Körper, rot und schwarz. Sein halber Kleiderschrank besteht wohl aus schwarzen Shirts und Hosen, ein paar dunkelblaue oder graue Sachen hat er noch, aber sonst wird es eng. Wie gesagt, die einzige leuchtende Farbe, die er gerne trägt, ist rot, seine Lieblingsfarbe. Meistens in Form einer Jacke oder eines Hoodies, denn ja, Subaru ist es recht egal, wie er auf andere wirkt, will bloß, dass seine Sachen bequem und kuschlig sind, am besten noch eine Kapuze haben, um diese über den Kopf zu ziehen.

Größe:

Es gibt wohl einige, die größer, als Subaru sind, doch er stört sich nicht daran. Er weiß, dass er mit 1.67m nicht als Riese durchgeht, aber wahrscheinlich würde es auch nicht zu ihm passen und es würde ihm zu viel Aufmerksamkeit zuteil werden.

Augenfarbe:

Einen sehr speziellen Ton haben seine Augen, man möge es fast als einzigartig beschreiben. Meist wirken sie trostlos und leer, scheinen eine annähernd schwarze Farbe aufzuweisen, zumindest sehr dunkel. Sobald aber ein wenig Licht im Spiel ist, zeigt sich die rote Färbung, die verborgen liegt. Subaru weiß, dass er mit diesen Augen aus der Masse hervor sticht, weiß, wie sonderbar diese Augen sind, aber irgendwie ist er auf dieses Merkmal doch sehr stolz.

Haare:

Rabenschwarz sind seine Haare, ergänzen sein Äußeres also sehr passend. Ein wenig unordentlich hängen sie ihm meistens ins Gesicht, reichen die Strähnen doch bis in den Nacken. Subaru stört sich daran aber nicht, er streicht sich oft mit den Fingern durch die Haare, spielt oft mit ihnen herum. Es würde ihm einfach gar nicht stehen, wären seine Haare kürzer.

Merkmale:

Subaru ist nicht unbedingt der auffälligste Mensch und es gibt wenige Punkte an ihm, die einen hohen Wiedererkennungswert haben, doch seine rot schimmernden Augen stechen schon hervor, sind außergewöhnlich. Ansonsten wären es wohl seine Narben, die man als Merkmal nennen kann, nur bekommt sie kaum jemand zu Gesicht, sind sie doch unter seiner Kleidung verborgen. Vor allem an seiner rechten Schulter sind die Spuren der Operation zu sehen. Weniger angenehm ist Subaru die Tatsache, dass man bei genauem Hinsehen noch Narben an seinem Hals, sowie seinen Handgelenken sehen kann, auch, wenn sie gut verheilt sind. Es ist seine Sache, welche Fehler er gemacht hat, hasst die erschrockenen Gesichter der Menschen, die begreifen, was er getan hat.

♣ VERGANGENHEIT ♣

Die frühsten Erinnerungen an seine Kindheit, so lange her, dass Subaru selbst sich nicht mehr entsinnen kann, sind wohl auf Fotos festgehalten. Bilder, auf denen er noch das einzige Kind der Familie war, auf denen er winzig war, kaum mehr konnte, als sich durch schreien bemerkbar zu machen. Für ihn war ein Leben ohne seine Schwester gar nicht vorstellbar, sie war schon immer da, soweit er sich erinnern konnte, doch sie war bereits ein Jahr nach ihm geboren, so ist es nicht verwunderlich, dass eine Zeit ohne sie fast schon unmöglich scheint.
Behütet ist er aufgewachsen, seine Mutter und seine Schwester stets an seiner Seite, sein Vater war der einzige, der erst Abends nach Hause kam, sich dann mit seinen Kindern beschäftigte. So gesehen war es eine heile Welt, die Subaru erleben durfte, er hatte eine liebevolle Familie um sich herum, es gab keine großen Probleme. Ja, sie waren nicht reich, aber das Geld reichte für eine schöne Wohnung und hin und wieder einen Urlaub, aber er hatte noch nie geglaubt, sich Glück mit Geld kaufen zu können. Seine intakte Familie war Subaru viel wichtiger, der Alltag, den er mit diesen wunderbaren Menschen verbringen konnte.
Schon früh fanden die beiden Geschwister ihre Liebe zur Musik. Es dauerte eine ganze Weile, bis genug zusammengespart war, doch schließlich standen Klavier und Violine bereit, ließen die Kinderherzen höher schlagen. Saki und Subaru lernten parallel zueinander, die Instrumente zu beherrschen, wurden mit der Zeit immer besser, hatten ihren Spaß daran, an besonderen Abenden ihre Eltern mit einem kleinen Konzert zu überraschen, sangen meist noch dazu. Es war Suba, der sich schließlich noch wünschte, zu lernen, mit einer Gitarre umzugehen, seine Eltern somit ein wenig in Bedrängnis brachte. Shina und Shuya achteten stets darauf, keines ihrer Kinder vorzuziehen, wollten vor allem nicht, dass Saki sich benachteiligt fühlte, jetzt, wo sich langsam zeigte, was alles in Subaru schlummerte. Doch das kleine Mädchen beteuerte stets, dass sie ihren Bruder über alles, sie sich sicher war, niemals in seinem Schatten stehen zu müssen. Subaru bedeutete das sehr viel, er hatte auch nie die Intention, sich in den Mittelpunkt zu schieben, ganz im Gegenteil. Er hatte einfach eine Leidenschaft für Musik, die er mit seiner Stimme, Violine und Gitarre ausleben wollte, zudem ein großes Interesse an Sprachen und auch sonst schien er kaum in der Lage zu sein, einen Test zu vermasseln, auch, wenn sich sein Wissen erst in eben solchen zeigte. Es war ein Kampf, Subaru dazu zu bewegen, den Mund aufzumachen, er prahlte nie gerne mit seinem Wissen, war unglaublich schüchtern. Trotzdem war jedem bald klar, dass man ihm durchaus mit dem Wort 'hochbegabt' beschreiben konnte.
Er hatte Spaß am Lernen, liebte es, Neues zu lernen, war vor allem fasziniert von den Sprachen, die er kennenlernen durfte. Trotzdem war er sich stets sicher, dass er viel von seiner guten Entwicklung seiner Schwester zu verdanken hatte. Sie stand ihm stets zur Seite, half ihm, brachte ihm Verständnis entgegen, wenn es nur ging. Sie fühlte sich nie schlechter oder dümmer als ihr Bruder, Subaru gab ihr auch nie einen Grund, sich zu fühlen. Sie war immer noch der Mensch, mit der am liebsten spielte. Er genoss es, sie am Klavier zu sehen, ihr zuzuhören, weil für ihn alles von ihr perfekt war. Nichts hätte er je an seinem Leben ändern wollen. Es war vielleicht hin und wieder ein wenig anstrengend, aber er war durch und durch glücklich. Bloß an einem Tag sollte sich alles in Chaos stürzen, dabei war er erst etwas mehr als 12 Jahre alt.
Es war laut um ihn herum, als er versuchte, sich aus dem Meer aus Schwarz zu retten, die Augen zu öffnen. Müde war er und alles schmerzte, er wusste nicht mehr, was passiert war. Das letzte, woran er sich erinnern konnte, war die Autofahrt nach Hause. Erst langsam dämmerte ihm, dass er sich immer noch keinen Millimeter bewegt hatte und, dass das rot, dass er nun endlich wahrnehmen konnte, nichts anderes, als Blut war. Viel zu viel Blut. Es war anstrengend, den Kopf zu bewegen, war konnte gerade noch aus dem Augenwinkel heraus sehen, dass seine Schwester gerade aus dem Wrack geborgen wurde. Sie konnte nicht hören, wie er ihren Namen sagte, ihn leise wimmerte, sie sah gar leblos aus, bewegte sich nur wegen den Menschen, die an ihrem kleinen Körper zogen. Kraftlos rang er sich dazu durch, seinen Vater zu suchen, doch der Anblick verstörte ihn nur noch mehr. Die leeren Augen, die ihm entgegenblickten, das blutverschmierte Gesicht. Seine Mutter konnte er nicht richtig sehen, saß sie doch direkt vor ihm, doch auch sie schien sich nicht mehr zu bewegen, hing fast schon unmenschlich in ihrem Gurt. Mit einem Ruck rutschte Subaru plötzlich nach rechts ab, wurde aber noch noch gefangen. Sie hatten die Tür geöffnet, an der er gelehnt hatte, versuchten, nun auch ihn aus dem Auto zu ziehen. Wirklich etwas mitbekommen konnte er davon allerdings nicht mehr, er hatte schon das Bewusstsein verloren, hörte bloß noch einige Stimmen, wenn er doch auch kein Wort verstand.
Als er wieder zu sich kam, war der Schmerz immer noch allzu deutlich, nur erschreckend leise schien es im Gegensatz zu seinen letzten Erlebnis. Es brauchte nur kurze Zeit, um zu verstehen, dass er im Krankenhaus war. Sein ganzer Körper war übersät mit kleineren Wunden, Kratzer, Blessuren, alles möglich. Es dauerte nicht lange, bis man bemerkte, dass Subaru aufgewacht war, er von einer Krankenschwester aufgeklärt wurde. Er hatte einen schlimmen Autounfall überlebt, wenn auch offensichtlich nicht unbeschadet. Prellungen, Quetschungen, auch von inneren Blutungen hatte sie geredet, von einer Operation, die er bereits hinter sich hatte und von einer, die noch folgen würde. Durch den starken Aufprall wurde seine rechte Schulter zertrümmert, so stark, dass man das Gelenk nicht mehr retten konnte. Er würde bald ein weiteres Mal unters Messer kommen, mit einer Prothese versehen werden, um keine Beeinträchtigung erleben zu müssen. Subaru selbst war das alles ziemlich egal, ihn belasteten andere Fragen und er wusste, dass es nichts gutes heißen konnte, als sich die Miene der Krankenschwester verdunkelte, weil er nach seiner Familie fragte.
Er hatte seine Eltern verloren, beide. Ihnen war nicht mehr zu helfen gewesen, als er sie kurz gesehen hatte, waren sie schon tot, wenn auch noch nicht lange. Die einzige Erleichterung war, dass er kurz darauf Saki sehen durfte. Sie hatte dem Unfall am besten Überstanden, bloß eine Gehirnerschütterung und einige kleine Spuren davon getragen, aber ihr ging es gut. Es fühlte sich so gut an, sie wieder in die Arme schließen zu können, wenn es ihm auch gleichzeitig bewusst machte, dass sie beide der Rest ihrer Familie waren, von nun an alleine. Wann diese Information bei Subaru ankam, war allerdings fraglich. Er musste noch einige Zeit im Krankenhaus verweilen, musste die Operation, bei der sein Schultergelenk erneuert wurde, überstehen, war allgemein nicht so schnell wieder auf den Beinen, wie seine Schwester, die schon bei ihrer Tante eingezogen war.
Erst ab diesem Zeitpunkt wurde auch ihm klar, was er verloren hatte. Der Moment, in dem 'nach Hause zurückkehren' plötzlich nicht mehr dasselbe war. Er fühlte sich lange Zeit fremd in dem großen Haus, das seine Tante bewohnte. Warum es überhaupt so groß war? Er hatte keine Ahnung, die Frau hatte die letzten Jahre ganz alleine gelebt. Erst durch Saki und ihn schien Leben in diese Wände zu kommen und mit dem Leben vor allem die Musik. Sie waren oft alleine, während ihre Tante lange arbeitete, hatten so das Haus für sich und konnten diese kleine Welt mit ihren Tönen füllen. Es war ihre eigene Art, den Tod der Eltern zu verarbeiten, sich in die Musik zu stürzen, Lied für Lied zu lernen. Und es half. Es half wirklich, Subaru kam besser zurecht, als er gedacht hatte, auch, wenn sich jegliche wichtigen Menschen in seinem Leben jetzt auf Saki reduziert hatten. Er nahm bald den Unterricht wieder auf, war weiterhin fleißig, schockte sogar damit, dass seine Noten durch den plötzlichen Verlust und die lange Abwesenheit nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden. Auffällig war nur, dass er den Kontakt zu anderen Menschen noch mehr mied, als es sowieso schon der Fall gewesen war, etwas, was die meisten als 'nachvollziehbar' betitelten. Und so verging die Zeit, das Leben voller Familie, Wärme und Liebe hatte sich verwandelt, eine Welt, die aus Trauer, Zweisamkeit und sehr viel Musik bestand, in der sich Subaru aber trotzdem noch wohl fühlte. Ja, seine Tante war kein Ersatz für die verlorenen Eltern, versuchte auch gar nicht, einer zu sein, Saki war inzwischen alles, was er noch brauchte. Er wünschte sich die alten Zeiten zwar oft zurück, aber er wusste, dass es nichts war, was man ungeschehen machen konnte, noch hatte er zum Glück halt im Leben. Noch.
Es waren noch fast 3 Jahre, die sich sein Leben in diesem Zustand fortführte, er wurde älter, wuchs an Sakis Seite heran, liebte die Musik und das Singen wie eh und je, überlegte sogar, seine Tante zu fragen, ob sie auf eine Sprachreise gehen durften, damit er seine Kenntnisse erweitern und vertiefen konnte. Doch das Schicksal meinte, nicht mitzuspielen. Er hatte nur einen Moment lang nicht aufgepasst und Subaru hasst sich aus tiefstem Herzen dafür. Er war nur kurz weg, einkaufen, seine Tante war ja mal wieder nicht da, verließ sich darauf, dass sich die Kinder, die inzwischen 14 und 15 Jahre alt waren, sich selbst versorgten. Als er zurückkam, merkte er schon, dass etwas nicht stimmte. Die Tür stand offen, nur einen Spalt breit, doch der Anblick reichte, um Panik in ihm aufkeimen zu lassen. Ohne auch nur eine Sekunde zu überlegen rannte Subaru los, raste durch die Tür, rief verzweifelt den Namen seiner Schwester. Keine Antwort. Immer wieder schrie er nach ihr, aber sie machte sich nicht bemerkbar. Nervös schaute er die Räume im unteren Stockwerk durch, konnte sie nicht entdecken. In ihrem Zimmer lag sie dann, nicht mehr in der Lage, aufzustehen. Geistesgegenwärtig holte Subaru sein Handy heraus, rief einen Notarzt, bevor er zu Saki eilte, neben ihr auf dem Boden kauerte, er die Tränen nicht stoppen konnte. Eine Hand lag auf ihrem Bauch, zitterte, die Finger allesamt blutrot gefärbt. Eine klaffende Wunde lag darunter, aus der immer mehr der unheimlichen, roten Flüssigkeit quoll. Trotzdem, Saki hatte ein zartes Lächeln auf den Lippen, als sie ihren Bruder sah, hauchte leise, dass es ihr leid tue, das sie so früh gehen muss. Subaru schüttelte nur geschockt den Kopf, sagte immer wieder, dass es noch nicht vorbei war, sie würden das schaffen, er war sich so sicher.
Die ganze Zeit hielt er ihre Hand, er wagte es nicht, sie loszulassen, hätte sich das niemals verziehen. Immer kraftloser wurden ihre Finger, als sie auf der Fahrt ins Krankenhaus waren, schienen sie schon mehr Subaru zu gehorchen, als Saki, der sie eigentlich gehörten. Doch schon bevor sie ihr Ziel erreichten brach das Chaos aus. Als hätte sie es gewusst, geahnt, was passieren würde. Wahrscheinlich war es für jeden in diesem Moment klar, außer für Subaru, der nicht wahr haben wollte, dass die Wunde seiner Schwester zu groß gewesen war. Der Blutverlust war einfach zu groß, die Hilfe kam zu spät, er hatte Glück gehabt, überhaupt noch einmal ihre Stimme gehört zu haben. Im Krankenhaus angekommen versuchten die Ärzte zwar nochmal ihr Bestes, doch das Mädchen war endgültig verloren, ihren Verletzungen zum Opfer gefallen. Sie riefen die Tante an, um den völlig verstörten Subaru abzuholen, es war einer dieser kurzen Momente, in denen sie wenigstens versuchte, für ihn wie ein Stück Familie zu wirken, nur leider bekam er davon gar nichts mit. Wie tot saß er da, vollkommen blutverschmiert, ausgerechnet das Blut seiner Schwester. Für ihn war die Welt stehen geblieben, die letzten Bilder seiner Schwester hatte er vor Augen, ihr Körper, aus dem nach und nach das Leben geflossen war. Und er hatte nichts tun können, musste hilflos zusehen, wie es einfach geschah. Er hatte doch schon seine Eltern verloren, nur noch Saki war sein Leben gewesen und jetzt? Jetzt war sie weg, dabei war sie erst 14 gewesen. Das hätte nicht passieren dürfen, dieser beschissene Einbruch hätte einfach nicht geschehen sollen, sie sollte noch da sein, leben, an seiner Seite. Er konnte doch nicht ohne sie.
Wie er nach Hause gekommen war? Er hatte nicht die geringste Ahnung. Er hatte bloß auf seine in Blut getränkten Hände gesehen, immer wieder gehofft, dass es alles nur ein Albtraum war, aber das Rot wollte einfach nicht verschwinden. Und auch, als ihn seine Tante unter die Dusche geschickt hatte, damit die Spuren der Tat verschwanden, in seinen Augen sah immer noch alles gleich aus. An diesem Tag war nicht nur Saki gestorben, das junge Mädchen hatte auch noch den Lebenswillen ihres Bruder mitgenommen und somit eine leere Hülle zurückgelassen. Dieses Mal konnte Subaru es nicht verarbeiten. Nicht schon wieder. Jetzt hatte er alles verloren, ausnahmslos alles. Es gab keinen Grund mehr, für ihn zu leben, nicht mehr alleine, nicht in diesem großen Haus, nicht ohne seine Schwester, die am Klavier saß, mit ihm spielte und mit ihm lachte. Einen Subaru gab es nicht ohne Saki, die Vorstellung alleine war schon absurd.
Es war ein dämmriges Dasein, das er Tag für Tag führte, einfach versuchte, irgendwie die Zeit herumzubringen. Sogar seiner Tante fiel die schreckliche Stille auf, die wieder in ihr Haus eingekehrt war, kein Klavier mehr zu hören, erst keine Violine dazu. Noch dazu war es sogar schwer, aus Subaru auch einfach bloß ein Wort herauszubekommen. Der Junge schien vollkommen abwesend. Sie hatte versucht, ihm psychologische Hilfe zur Seite zu stellen, doch er blockierte, ignorierte einfach jeglichen Menschenkontakt komplett. Nicht einmal die wenigen Freunde, die er über die Jahre hatte, kamen noch an ihn heran, nichts. Ohne Saki schien das Leben einfach zu trist und leer geworden zu sein. Nicht mehr lebenswert.
Ja, für Subaru war diese Entscheidung gefallen. Vielleicht stand es für ihn auch schon fest, seit dem Tag, an dem seine Schwester gestorben war, aber für ihn gab es keinen Grund mehr, sein Leben weiterzuführen. Das einzige, was er noch tat, er seiner Tante Arbeit zu machen, darauf konnte sie sicherlich verzichten. So kletterte er nur zwei Wochen nach Sakis Tod an die höchste Stelle des Hauses, die er erreichen konnte. Der Fall dauerte nicht lange, es war viel zu einfach, hatte ihn nicht einmal Überwindung gekostet. Nur einen kurzen Moment fühlte er sich schwerelos, bevor alles um ihn herum schwarz wurde, er in eine Dunkelheit eintauchte, die ihn schon mal empfangen hatte. Und genau wie damals, ließ sie ihn auch wieder ziehen.
Subaru schrie, als er realisierte, dass er im Krankenhaus wieder zu sich kam. Er hatte es nicht geschafft, der Fall war nicht tief genug gewesen. Alles, was er davongetragen hatte, war eine Gehirnerschütterung und ein gebrochenes Bein. Und so lag er wieder an diesem Ort, an dem sein Untergang vor einigen Jahren angefangen hatte, wenn auch der Aufenthalt dieses Mal eindeutig nicht so lange dauert. Darüber gesprochen, was er getan hatte, hatte er mit seiner Tante nie. Es war ihr klar, dass er versucht hatte, sich umzubringen, da war er sich sicher, aber diese Frau aus Eis verlor kein Wort darüber, tat einfach so, als wäre nichts geschehen. Sie lebte einfach ihr Leben und machte Subaru damit erneut klar, dass seine Entscheidung die richtige war. Es war egal, ob er noch am Leben war, oder nicht. Ohne ihn würde sich nichts ändern, es wäre alles beim Alten. Nur dieses Mal nahm er sich vor, besser über seine Taten nachzudenken. Doch es war wieder ein Fehlschlag.
Ein hasserfüllter Schrei schallte wieder durch das elende Krankenhaus. Gott, er hasste sich selbst für diese Unfähigkeit! Er hatte es zu spät getan, seine Tante hatte ihn gefunden, hatte ihn wieder hier einliefern lassen, diese Mal mit offenen Pulsadern anstatt einem Sprung vom Dach. Beschissene Ironie des Lebens. Er, der als so klug galt, zu dumm, um sich umzubringen, um zu sterben. Dieses Mal benahmen sich auch die Ärzte anders, rieten Tomoe dringend zu Unterstützung, weil der Junge so unbedingt Hilfe brauchte, doch er wurde trotzdem kurze Zeit später entlassen, nichts hatte sich geändert. Es war immer noch dasselbe, die Welt drehte sich auch ohne ihn und keiner schien sich dafür zu interessieren, was er getan hatte, so dachte er. Er ignorierte die Nachfragen in der Schule einfach, realisierte nicht einmal, dass Freunde versuchten, Kontakt zu ihm aufzunehmen. Keiner von ihnen war Saki, also waren sie für Subaru alle Luft.
Beim dritten Mal war es der Hals, an dem er es versuchte. Doch dieses Mal war seine Tante früher denn je da, hatte den Notarzt gerufen, kaum, dass er es versucht hatte. Erst später dämmerte ihm, dass sie nicht mehr so lange arbeitete, wie sie es früher tat, er sich somit nicht an der Zeit verschätzt, sondern einfach ignoriert hatte, was die Menschen um ihn herum taten. Es war immer noch das dämliche, selbe Krankenhaus, in dem er behandelt wurde. Wie er diesen Ort inzwischen einfach nur noch abgrundtief verabscheute. Warum konnten sie ihn nicht einfach sterben lassen? Er wollte es doch offensichtlich? Doch dieses Mal konnten sich tatsächlich weder seine Tante, noch er vor den Worten der besorgten Ärzte drücken. Tatsächlich musste er sich mit einem Psychologen treffen, der Mal wieder keine einzige Antwort von Subaru erwarten konnte. Er wollte immer noch nicht sprechen. Ein Kindermädchen bekam er an die Seite, zumindest fühlte es sich für ihn so an. Eine junge Dame, die im Haus einzog, ein Auge auf ihn haben sollte, damit er nicht mehr alleine war, keine Dummheiten mehr anstellen konnte und letztlich kündigten ihm alle, die noch zu ihm gehalten hatten, auch, wenn er es schon längst nicht mehr wahrgenommen hatte, die Freundschaft. Bloß noch ein Mädchen wandte sich nicht von ihm hab, meinte, sie konnte Subaru nicht alleine lassen. Nicht, dass er davon etwas bemerkte, für ihn waren ja immer noch alle Luft. So waren ihm diese ganzen Änderungen, die auf ihn niederprasselten, vollkommen egal.
Dieses dümmliche Wesen, das eingezogen war, war die einzige, die verhinderte, dass Suba zu etwas kam. Gott, er verabscheute dieses Mädchen! Sie machte alles bloß kompliziert, trieb ihn sogar dazu, etwas zu tun, dass er eigentlich nie vorgehabt hatte. Niemals wollte er andere Menschen in seine Geschichte hineinziehen. Die Versuche, sich zu töten, waren seine Sache, ganz alleine seine. Niemand anderes sollte deswegen leiden müssen, aber sie ließ ihm keine Wahl, war er doch nicht mehr ungesehen in diesem großen Haus. Er war gerade auf dem Heimweg von der Schule, als er vollkommen überraschend, zumindest überraschend für alle anderen, auf eine stark befahrene Straße rannte. Da war wieder dieser Lärm, dieser schreckliche Lärm, der Gestank von Blut und das wundervolle Schwarz, das ihn willkommen hieß, als er mit einem zufriedenen Lächeln mit dem Kopf auf dem Asphalt aufkam. Er hatte es endlich geschafft, glaubte er. Endlich durfte er gehen, er durfte sterben.
Und als er seine Augen zum fünften Mal in diesem Krankenhaus auftat, wollte er schreien. Er wollte sich die Seele aus dem Leib schreien, aber kein Ton verließ seine Lippen, nichts. Es blieb ruhig. Grässliche Stille. Grässliche, furchtbare Stille, die ihn empfing. Vollkommen verwirrt saß er in diesem Krankenhausbett, doch dieses Mal war es keine Krankenschwester, die die Tür öffnete, ihn darüber informierte. Nein, dort stand bloß die letzte Freundin, die ihm geblieben war, noch vor kurzem gemeint hatte, sie würde sich nicht von ihm abwenden, jene, die er für Luft befunden hatte, weil sie nicht Saki war. Sie sagte ihm unter Tränen, dass auch sie dieses Leid nicht mehr ertragen konnte, nicht mehr sehen wollte, wie er immer wieder versuchte, sich das Leben zu nehmen. Ein Mensch sei nicht stark genug, um das zu ertragen, sagte sie, verschwand mit diesen Worten. Dabei war sie es nicht einmal, die es versucht hatte, sich immer wieder diese Niederlagen eingestehen musste. Es war das letzte Mal, dass er sie gesehen hatte. Danach war sie die Luft geworden, für die Subaru sie schon lange befunden hatte.
Erst, nachdem sie schon eine Weile weg war, betrat ein Arzt das Zimmer. Und tatsächlich waren es Worte, die ihn nicht so kalt ließen, wie es bei den Malen zuvor der Fall gewesen war.
"Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass der schwere Unfall für eine Beschädigung des lateralen Motorcortex der sprachdominanten Hemisphäre gesorgt hat. Folge ist eine Anarthrie, eine schwere Sprechstörung. Sie werden ab dem heutigen Tag kein Wort mehr sprechen können."
Es war so albern, inzwischen versuchte er schon seit gut einem Jahr, sein Leben zu beenden und was geschah? Nichts, er verlor nur Stück und Stück alles, was ihm vielleicht noch irgendetwas bedeutet hatte. Er war ja schon immer sehr leise gewesen, aber komplett stumm zu sein? Er würde nie wieder eine fremde Sprache sprechen können, was ihm immer Freude bereitet hatte und er würde nie wieder singen, seine Stimme war nun für immer verloren. Alles, was ihm früher Spaß gemacht hatte, mit einem letzten, finalen Schlag vernichtet. Es reichte also nicht, die Familie zu verlieren, seine geliebte Schwester, nun mussten es auch Teile von ihm sein, die verschwanden, aber sterben durfte er immer noch nicht.
Es ist der einzige Grund, aus dem aufgehört hat, es zu versuchen. Sein vierter Suizidversuch war der letzte, den er begangen hatte, weil er für sich eine Erkenntnis gewonnen hatte. Subaru war zum Leben verdammt. Er konnte einfach nicht sterben. Nicht nur er hatte das verstanden. "Oh armer Subaru. Es muss schlimm sein, dass es nicht klappt, hm? Es ist gemein, dass du noch lebst." Ja, es waren die Worte, mit denen ihn seine Tante willkommen hieß. Kalt? Nicht von der Familie zu erwarten? Ja, aber sie war niemals seine Familie und sie hatte vollkommen recht. Es war mehr als gemein, dass er noch am Leben war und er hätte vor noch 4 Jahren niemals erwartet, dass er das einmal von sich behaupten können würde. Damals war noch alles in Ordnung, damals, als dieser Unfall noch nicht geschehen war.
Die Schule boykottierte er, seitdem er verstummt war, was nicht bedeutete, dass er nicht mehr lernte. Er verließ dafür nur einfach nicht mehr das Haus, tat es für sich, bildete sich alleine fort, war das Lernen so ziemlich das einzige, das ihm noch geblieben war, das ihn beschäftigte und davon abhielt, gar nichts mehr zu tun. Ein Trauerspiel, dem seine Tante ein Ende setzte, wenn sie es denn auch gut ein Jahr ertragen hatte. Sie hatte sich dazu entschlossen, Subaru auf ein Internat zu schicken. Viel Gegenwehr bekam sie nicht zu spüren, dem Jungen war es schließlich egal, was mit ihm passierte, Saki würde auch dort nie sein. So war Tomoe wenigstens ihre Last los und das Internat um einen fleißigen Schüler mit immer noch ausgezeichneten Noten reicher. Ja, Subarus Noten hatten in all der Zeit nie gelitten, als hätte er den Untergang seines eigenen Lebens in den Momenten ignoriert, in denen es auf seine Leistung ankam.
Allerdings sind auch die Leute hier für Subaru nichts anderes, als Luft. Nichts hat sich geändert, rein gar nichts. Es würde immer noch niemanden stören, würde er sterben, aber dieses Glück war ihm ja nicht vergönnt.

Mutter:

Shina Suzuki | † im Alter von 36 Jahren


Zu seiner Mutter hatte Subaru stets ein gutes Verhältnis gehabt. Sie war diejenige, die täglich für die Geschwister dagewesen war, sich aufopfernd um ihre Kinder gekümmert hat. Es fiel ihr schwer, Nein zu sagen und so las sie Subaru und Saki meist jeden Wunsch von den Lippen ab. Zumindest jeden, den sie ihnen erfüllen konnte. Sie war die liebevollste Mutter, die man sich vorstellen konnte, niemals hätte er sie eintauschen wollen!
Ihr Tod war ein enormer Schlag für Subaru, ein großer Verlust, den er nur mit der Unterstützung seiner Schwester überhaupt überstehen konnte. Sie fehlt ihm immer noch sehr.

Vater:

Shuya Suzuki | † im Alter von 40 Jahren


Auch sein Vater war für Subaru immer eine Stütze, ein Vorbild im Leben. Er hatte nicht so viel Zeit, wie seine Frau, war doch meist arbeiten, aber wenn er Zuhause war, war er sich nie zu Schade, Zeit mit seinen Kindern zu verbringen. Es wäre keine Lüge, zu behaupten, dass für es für das Elternpaar kein größeres Glück gab, als ihre Familie, ihre beiden Nachkommen. Saki und Suba fühlten sich geborgen bei ihnen, hatten tolle Eltern abbekommen.
Doch auch Shuya verstarb bei dem Autounfall, bei dem seine Frau das Leben verlor, somit wurden die beiden Kinder auf einen Schlag als Vollwaisen zurückgelassen. Er hat ebenfalls eine große Lücke in Subarus Leben hinterlassen, er dürfte jeder Zeit zurückkommen, wäre es nur möglich.

Geschwister:

Saki Suzuki | † im Alter von 14 Jahren


Er hatte dieses Mädchen geliebt! Alles an ihr, sie war perfekt, der wundervollste Mensch, den Subaru jemals treffen durfte und sie war ausgerechnet seine Schwester. Sie war lieb und herzlich, durch und durch ehrlich, ein fröhlicher Mensch. Sie war klug, neugierig, offen für alles, vielleicht ein wenig schüchtern. Jedes Mal, wenn er sie ansah, musste er ihr zartes Lächeln erwidern, sie ließ ihn die Sorgen, die er hatte vergessen. Ja, er hatte seine Schwester von ganzem Herzen geliebt, hatte sie blind verstanden und er wusste, dass es umgekehrt genauso galt, er ihr eben so wichtig war.
Nach dem Tod ihrer Eltern wurde ihr Verhältnis noch enger. Sie brauchten sich gegenseitig, um weiterzuleben, stützten sich und gaben sich Kraft. So ist es nicht verwunderlich, dass mit ihrem Verscheiden seine ganze Welt zerbrach, Subarus Lebenswille ein für alle Mal ausgelöscht. Saki war sein Ein und Alles, der Mensch, den er am meisten geliebt hatte.

Tante:

Tomoe Mori | momentan 43 Jahre alt


Anders als zu dem Rest seiner Familie hatte Subaru zu seiner Tante nie ein sonderlich enges Verhältnis. Sie hatte ihn und Saki nach dem Unfall aufgenommen, einfach, weil sie zur Familie gehörten, sie es für richtig hielt. Die allein stehende Dame hatte sich aber schon immer andere Prioritäten im Leben gesetzt, durch und durch eine Karrierefrau, wie man so schön sagte. Sie hatte noch nie gewusst, wie sie mit den beiden Kindern umgehen musste, schätzte die Situation sogar so ein, dass Subaru und Saki auf sich alleine aufpassen konnten, ließ sie oft alleine, obwohl der Tod ihrer Eltern noch gar nicht lange her war.

♣ ORGANISATORISCHES ♣

Hauptaccount: Eren Kohara
Weitergabe: Nein, mein Suba-chan!
Regelcode: Kage 10
Erreichbarkeit: Immer über die Emergency-Sheep-Hotline zu erreichen.
Avatarperson: Shintaro Kisaragi aus Kagerou Project.

© Togameru Kage



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Art/Rasse :
Menschlich, zumindest, soweit man das beurteilen kann. Oder doch eher ein Frechdachs? Mhh...

Alter :
Freche 16. Ein interessantes Alter: es ist noch nicht alles erlaubt, man muss sich aber auch nicht bei allem verstecken.

Geschlecht :
Männlich. Ziemlich eindeutig.


So 5 Okt - 15:05

♣ WOB ♣
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